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Protokoll

91. Sitzung des Beirates für Stadtteilentwicklung Wilhelmsburg

26. November 2025, Haus der Jugend Wilhelmsburg

Beginn 18.30 Uhr, Ende 20.30 Uhr

Tagesordnung

TOP 1: Begrüßung, Feststellung der Beschlussfähigkeit

TOP 2: Ergänzungen zur Tagesordnung

TOP 3: Bericht des Vorstandes

TOP 4:  Aktueller Stand Entwicklungen Krankenhaus Groß Sand

TOP 5:  Vorstellung des Hospizdienstes Wilhelmsburg

TOP 6:   Empfehlungsvorlage

Sichere Schul- und Kitawege in Kirchdorf und Georgswerder – Radroute 23 und Hövelweg

TOP 7:   Rückmeldungen aus dem Bezirksamt

TOP 8:   Rückmeldungen aus dem Regionalausschuss

TOP 9: Termine / Sonstiges

 

TOP 1: Begrüßung, Feststellung der Beschlussfähigkeit

Frau Lück eröffnet die 91. Sitzung des Beirates für Stadtteilentwicklung Wilhelmsburg. Es sind Vertreterinnen und Vertreter aus acht Quartieren anwesend, damit ist der Beirat beschlussfähig. Ebenso nehmen drei Vertreter von Parteien (GRÜNE, SPD, CDU) an der Sitzung teil. Frau Lück bedankt sich beim Haus der Jugend Wilhelmsburg für die Bereitstellung der Räumlichkeiten. Anschließend führt Frau Lück durch die heutige Sitzung.

 

TOP 2: Ergänzungen zur Tagesordnung

Zur vorliegenden Tagesordnung für die heutige Sitzung gibt es keine Ergänzungen. Auch das Protokoll der Sitzung vom September 2025 wird wie vorliegend verabschiedet.

 

TOP 3: Bericht des Vorstandes

Der Vorstand hat sich insbesondere mit der Vorbereitung der heutigen Sitzung befasst.

 

TOP 4:  Aktueller Stand Entwicklungen Krankenhaus Groß Sand

Herr Weinreich und Herr Rietz informieren über den aktuellen Stand zum Krankenhaus Groß Sand:

Zu den Informationen von Herrn Weinreich und Herrn Rietz gibt es folgende Anmerkungen/ Nachfragen:

 

TOP 5:  Vorstellung des Hospizdienstes Wilhelmsburg

Frau Steven (Palliative Fachberatung / Koordination) stellt den Hospizdienst Wilhelmsburg des Malteser Hilfsdienst e.V. und dessen Angebote vor:

Zu den Informationen von Frau Steven gibt es folgende Anmerkungen/ Nachfragen:

 

TOP 6:   Empfehlungsvorlage – Sichere Schul- und Kitawege in Kirchdorf und Georgswerder – Radroute 23 und Hövelweg

Die Anwesenden erörtern die mit der Einladung zur Sitzung verschickte Empfehlungsvorlage. Ein Gast weist im Zuge dessen darauf hin, dass die Radroute 23 längst hätte fertiggestellt sein sollen, jedoch verwaltungsseitig festgelegt wurde, dass der Status Quo mehr oder weniger erhalten bleiben solle und nur die Verkehrssicherheit gewährleistende Reparaturen erfolgen sollen. Ebenso solle es bei Tempo 50 bleiben, und keine Tempo-30-Zone eingeführt werden. Herr Frommann erläutert, dass im Zuge der 2. Verschickung (Beteiligung Träger öffentlicher Belange) insbesondere das PK 44 eine Vielzahl an Hinweise gegeben hat, die entsprechend in der Abwägung berücktigt werden mussten.

Empfehlung 6/2025: Sichere Schul- und Kitawege in Kirchdorf und Georgswerder – Radroute 23 und Hövelweg

Viele Kinder in Kirchdorf und Georgswerder gelangen über die Radroute 23 (u.a. Niedergeorgswerder Deich, Kirchdorfer Straße) sowie über Hövelweg/Schulzenbrücke und deren Zuläufe zur Elbinselschule und in die Kitas. Schulen und Stadt wünschen ausdrücklich, dass Kinder ihren Weg möglichst selbstständig zurücklegen. Aus dem Stadtteil werden jedoch wiederholt Gefährdungen gemeldet: fehlende oder unzureichende Rad- und Gehweginfrastruktur, unübersichtliche Knotenpunkte, mangelnde Beleuchtung, eine für Lastenräder und Fahrräder mit Anhänger schlecht nutzbare Hövelweg/Schulzenbrücke sowie ein teilweise deutlich zu schnelles und aggressives Fahrverhalten einzelner Autofahrender. Insbesondere im Bereich Niedergeorgswerder Deich / Kirchwiesen treffen morgens Baustellenfahrzeuge, HVV-Busse und dichter PKW-Verkehr aufeinander. Kinder müssen sich dort ihren Weg zur Schule oder Kita durch einen für sie schwer überschaubaren Verkehrsraum suchen. Viele Eltern begleiten ihre Kinder deshalb weiter mit dem Rad oder steigen auf das Auto um – der Wunsch nach selbstständiger, sicherer und klimafreundlicher Mobilität der Kinder bleibt so oft unerfüllt. Ziel dieser Empfehlung ist es, die Sicherheit der Kinder auf ihren Wegen im Stadtteil konkret zu erhöhen und eigenständige, klimafreundliche Mobilität zu ermöglichen.

Der Beirat für Stadtteilentwicklung Wilhelmsburg empfiehlt dem Regionalausschuss Wilhelmsburg/Veddel/Kleiner Grasbrook daher, sich dafür einzusetzen, dass

  1. ein Runder Tisch „Sichere Schul- und Kitawege Kirchdorf/Georgswerder“ mit dem Ziel eingerichtet wird, konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Schul- und Kitawegsicherheit zu sammeln, zu bewerten und zu priorisieren, an dem u.a. vertreten sind:
    • Elbinselschule (Schulleitung und Elternrat),
    • Bezirksamt Hamburg-Mitte (Fachamt Management des öffentlichen Raumes),
    • Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG),
    • Polizeikommissariat 44,
    • Vertreter:innen des HVV bzw. der Verkehrsunternehmen,
    • Mitglieder des Beirats für Stadtteilentwicklung,
    • interessierte Eltern und Anwohner:innen,
    • Arbeitskreis Georgswerder.

im Rahmen dieses Prozesses zeitnah eine gemeinsame Ortsbegehung der zentralen Strecken und Gefahrenpunkte organisiert wird.

Über die Empfehlungsvorlage stimmt der Beirat für Stadtteilentwicklung wie folgt ab:

Ja-Stimmen: 33, davon Vertreter:innen aus acht Quartieren und drei Parteien (GRÜNE, SPD, CDU)

Nein-Stimmen: Keine

Enthaltungen: Keine

Damit ist die Empfehlung verabschiedet.

 

TOP 7:   Rückmeldungen aus dem Bezirksamt

In der kommenden Sitzung des Stadtteilbeirates wird Herr Rietz anlassbezogen Rückmeldungen aus dem Bezirksamt übermitteln.

 

TOP 8:   Rückmeldungen aus dem Regionalausschuss

Herr Weinreich informiert die Anwesenden zu nachfolgenden Themen:

 

TOP 9: Termine / Sonstiges

Weihnachtsfeier Beirat für Stadtteilentwicklung: Die Weihnachtsfeier des Beirates findet statt am Mittwoch, 3. Dezember 2025 ab 18.00 Uhr. Ein Ort wird bilateral vereinbart und über die Geschäftsstelle kommuniziert.

Verkehrskontrollen Veringstraße: Ein Gast weist darauf hin, dass die vorgegebene Höchstgeschwindigkeit in der Veringstraße (Tempo-30-Zone) oftmals deutlich überschritten wird und regt verstärkte Kontrollen durch das PK 44 an.

IBA Projektdialog Wilhelmsburg: Ein Gast berichtet vom am 12. November 2025 im Bürgerhaus Wilhelmsburg abgehaltenen IBA Projektdialog über die aktuellen Entwicklungen und Planungsstände sowie den zeitlichen Entwicklungshorizont für die Wilhelmsburger Neubauquartiere. Die Veranstaltung sei insbesondere durch das Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung des Bezirksamtes Hamburg-Mitte sehr gut vorbereitet gewesen. Von der Vorbereitung durch die IBA Hamburg sei sie hingegen sehr enttäuscht. Im Rahmen der Veranstaltung bestand gleichfalls auch die Gelegenheit auf die aus ihrer Sicht negativen Folgen bei einer Rodung des Wilden Waldes hinzuweisen.

Spatenstich Wilhelmsburger Rathausviertel: Frau Stolze berichtet vom am 11. November 2025 erfolgten Spatenstich für das Wilhelmsburger Rathausviertel. Dabei soll bis zu 50% geförderter Wohnraum und eine hohe Anzahl an Flächen für Baugemeinschaften entstehen.

Verfügungsfonds Beirat für Stadtteilentwicklung: Frau Lück informiert, dass vor der heutigen Sitzung ein separates Treffen des „Vergabegremiums“ stattfand, um über einen vorliegenden Antrag zu beraten. Das „Vergabegremium“ trifft sich regelhaft vor den Sitzungen, um über Anträge zu entscheiden. Alle Mitglieder sind aufgefordert an den Vergabesitzungen teilzunehmen, zur Beschlussfähigkeit ist die Anwesenheit von mindestens fünf Quartieren erforderlich. Eine separate Einladung erfolgt durch die Geschäftsstelle. Herr Schöndienst berichtet, dass in diesem Jahr 14 Projekte aus dem Verfügungsfonds gefördert wurden. Es verbleiben als nach 2026 übertragbare Restmittel voraussichtlich ca. 350 Euro. Die bisher jährlich großzügig zur Verfügung gestellten Mittel in Höhe von 10.000 Euro durch die Wilhelmsburger Firma Mankiewicz Gebr. & Co. (GmbH & Co. KG) stehen ab 2026 nicht mehr bereit. In den letzten Wochen und Monaten wurden durch den Vorstand, weitere engagierte Beiratsmitglieder und die Geschäftsstelle Gespräche mit Wilhelmsburger Firmen für eine zukünftige Unterstützung des Verfügungsfonds geführt. Erste positive Entwicklungen zeichnen sich ab (1.000 Euro für das Jahr 2026 durch die Nordischen Oelwerke). Über weitere etwaige Unterstützung werden die Beiratsmitglieder zu Anfang 2026 informiert.

Neubau Bahnbrücken Süderelbe: Ein als Gast an das Sitzung teilnehmendes Mitglied der Initiative Engagierte Wilhelmsburger berichtet über die Planungen der Deutschen Bahn AG, die Bahnbrücken Süderelbe durch Neubauten zu ersetzen. Davon sind sämtliche Brücken für den Fern-, Nah- und Güterverkehr betroffen. Die Maßnahme soll voraussichtlich zum Ende des Jahrzehnts beginnen und ca. eine Dauer von 10 Jahre betragen. Dabei werden 33.000 neue Schwellen, 42.000 Kubikmeter Schotter und 20 Kilometer Gleise verlegt. Für die vier Überbauten werden rund 27.000 Tonnen Stahl benötigt, für die Fundamente rund 50.000 Kubikmeter Beton. Nach Ansicht der Initiative Engagierte Wilhelmsburger bzw. weiterer Bürgerinnen und Bürger werden der Neubau bzw. die Materialzufahrt, die Baustelleneinrichtungsflächen etc. massive Auswirkungen auf die Elbinsel haben. Um die Beeinträchtigungen für den Stadtteil so gering wie möglich zu halten, hat die Initiative einen umfassenden Forderungskatalog aufgestellt. Im Zusammenhang mit einer ersten, kürzlich stattgefundenen Informationsveranstaltung der Deutschen Bahn AG zu den Maßnahmen zeigt sich das Mitglied der Initiative Engagierte Wilhelmsburger verhalten optimistisch, dass eine transparente Kommunikationsform auch zukünftig erfolgen wird.

Sitzungen Beirat für Stadtteilentwicklung: Die nächste Sitzung des Beirates ist noch nicht final terminiert. Sobald der Termin feststeht, werden die Beiratsmitglieder und weitere Interessierte informiert.

 

 

Protokoll: Michael Schöndienst, plankontor, in Abstimmung mit dem Vorstand des Beirates für Stadtteilentwicklung Wilhelmsburg und dem Regionalbeauftragten im Bezirksamt Hamburg-Mitte.

plankontor Stadt & Gesellschaft GmbH

Michael Schöndienst